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Südamerika 2017 Bolivien

Autor: Anton 02.01.2018
12. Dezember 
In Desaguadero wollen wir über die Grenze. Das ganze wird leider zu einer kleinen Odysee! Es ist Fiesta del Feria! Ei n meherer Tage grenzüberschreitendes Fest. Es ist die Grenzbrücke für den Verkehr gesperrt. Man muss über die LKW Grenze ausweichen. Aber - dort bekomme ich keine temporäre Einfuhrbewilligung für das Womo und auch keine Ein- und Ausreisestempel. Also wieder in den Ort zurück, Parkplatz suchen und mit den Papieren zu Fuß zu der peruanischen Zollabfertigung laufen. Ausreisestempel  kein Problem Auto ausführen, der Beamte will es sehen. So muß er mit uns hin marschieren. Nach einem Stück des Weges sagt er es ist alles OK, wir können weiter!! Es war ihm der Weg zu weit! So nun zum bolivianischen Zollamt. Erst Einreisestempel kein Problem. Dann zur Aduana wegen dem Auto. Er will ein Foto vom Auto und von der VIN Nummer. Super, wieder zurück fotografieren mit dem Tablet, damit er es schön groß hat. Wieder bei der Aduana ist Mittagspause bis 14h! Ok wir besorgen inzwischen Bargeld uns eine Simkarte. Dann endlich ist der Schalter wieder offen. Foto passt, aber Kopien von Zulasssung und Einreisestempel will er jetzt noch haben. Kriegt er auch, dann ist in 10 Min alles erledigt und wir können jetzt weiter. Wieder zur LKW Grenze Papiere vorzeigen und ab. Nach 5km Polizeikontrolle, Papiere passen, aber er hätte gerne etwas Geld. Ich habe keines und weg sind wir!! Wir fahren noch ca. 60km bis Tiwanaku. Dort bei den Ruinen übernachten wir.

13. Dezember

Am Abend ist noch ein deutsches Wohnmobil gekommen, so gab es noch einen Erfahrungsaustausch. Dann haben wir die wichtigste archeologische Stätte von Bolivien besucht. Zwei Museen und die Ausgrabungsstätte. Sonderlich viel gibt es nicht mehr zu sehen. Anschließend marschieren wir in den kleinen Ort etwas essen. Wir wollen ja wissen wie es hier schmeckt. War sehr gut und günstig. 2 Menü mit Getränken 6 USD. Am Rückweg treffn wir eine Guppe Bolivianer in Trachten. Ein lustiger Haufen. Wir hatten so richtig Spaß. Zum Abschied bkam ich noch eine Handvoll Kokablätter geschenkt, die ich natürlich noch vor Ort testen musste. Schmeckt wie Spinat, nur sperriger! Nun fahren wir noch die 65km bis La Paz. Am Flughafen auf dem Parkplatz bleiben wir. Man kann hier ohneweiteres mehrere Tage stehen bleiben. Hinunter in die Stadt zu fahren ist nicht sehr ratsam. Steile schmale Strassen und in der Stadt keine Parkplätze. Ausserdem muß man für die Weiterfahrt wieder hoch!
14. Dezember
Am Morgen fahren wir mit dem Taxi in das Zentrum. 20Min. und wir stehen bei der Kathedrale. Es stehen hier sehr viele halbverfallene alte Häuser herum. Einiges ist saniert, aber es wäre noch viel zu tun. Es gibt einige sehr schöne Gassen und gute Museen. Aber es ist alles mit bergsteigen verbunden. Die meisten Gassen gehen steil bergauf, und wir sind ja auf Höhen zwischen 4100 u. 3400m! Da kommt man ordentlich ins Schnaufen. Wir besichtigen noch das KLoster San Francisco, dann widmen wir uns den Märkten. Am späten Nachmittag fahren wir mit der Teleferico Rojo nach oben. Hier ist der Sonntagsmarkt in El Alto. Da ist fast das ganze Viertel für den Verkehr gesperrt. An ein Taxi zum Flughafen ist hier nicht zu denken. So marschieren wir die 2km zu Fuß. Heute sind wir redlich müde!
15. Dezember
Wir beschliessen nicht mehr in die Stadt hinunter zu fahren. Ausser der spektakulären Lage in der Steilwand, den Märkten und einigen Gassen gibt nichts was uns begeistert hat. So werden wir weiter fahren nach Süden Richtung Uyuni zum grossen Salzsee. Auf guter Strasse geht es 200km durch die Altiplana auf der N1 nach Süden bis Oruro. Eine ausgesprochen hässliche Bergwerksstadt und unheimlich schmutzig. Wir umfahren Sie und fahren noch ca. 90km weiter zu einer kleinen Therme in Patzna. Vor der Therme wird mit den warmen Wasser Wäsche gewaschen und in den Sträuchern zum Trocknen aufgelegt. die Therme wird mehr zum Duschen benutzt. Wir sind nicht hinein, es hat alles nicht so richtig sauber ausgesehen. aber als Übernachtungsplatz Top!
16. Dezember
240km haben wir noch bis bis Uyuni. Die Landschaft ist wunderschön. Tolle Sandsteinformationen, dann Steppenlandschaft, viele Lamas und Guanacas knappern das spärliche Grün. An der Strecke bittet uns in Lamahirte um Schuhe. Aber wir haben nichts passendes, so bekommt es eine Jean und einen Shirt! Am Nachmittag erreichen wir Uyuni. Eine staubige Steppenstadt am Rande der Salar - dem grossen Salzsee.Über 200km Durchmesser und nur ca. 2-3 Monate steht er bis zu 1m unter Wasser. Wir haben Glück es hat noch nicht zu regnen begonnen. Ende Dezember beginnt es meist und dann ist bis Ende März Pause.Wir quartieren uns im Innenhof von Emilio Lopez ein. Er wird morgen mit uns eine Tour über die Salar machen. Mit meinem Womo will ich nicht über die Salzwüste brausen!
17. Dezember
Mit Emilio und seiner Frau starten wir am Morgen mit seinem Lexus. Erst ein Abstecher zum Eisenbahn Friedhof. Hier verrotten viele alte Dampfloks und Wagoons. Das fahren wir zu einem kleinen Ort am Rand der Salar (Souveniershops!) und weiter in die Salar zu einer Salzabbaustelle. Die Salzschicht ist im Mittel 8m dick! Ausserdem sind hier die weltweit größten Lithiumreseven! Danach brausen wir weiter zum alten Salzhotel, hier kann man in der Salar übernachten. Alles ist aus Salz und in der Nacht wird es bitter kalt. Wir sind ja auf 3800m. Dann geht es weiter zur Isla Incahuasi. Ein mit grossen Kakteen bewachsener Felsen. Hier gibt es Lunch. Dann fahren wir zum Vulkan Tunupa. Hier am Ufer in den Salzwassertümpeln sind Andenflamingos zu beobachten. Nun machen wir uns auf den Rückweg, das Wetter hat sich verschlechtert. Wir kommen in einen Sandsturm mit fast Null Sicht. Danach ist die weisse Salzfläche so richtig gelb eingefärbt! Zum Schluß besuchen wir noch die Ojos große Wasserlöcher im Salz von einem unterirdischen Fluß. Gegen 18h sind wir wieder zurück. Es war eine tolle und interresante Tour im Salz. Aber uns reicht ein Tag, wir müssen nicht jeden cm kennenlernen.
18. Dezember
Wir machen uns aus dem Staub und fahren Richtung Potosi. Potosi war die wichtigste Silberstadt in Südamerika. Die Spanier haben hier im 17.Jh. 16.000t Silber aus dem Berg herausgeholt. Der Weg nach Potosi führt uns über einen Paß nach dem anderen. Immer in Höhen von über 4300m. Aber die Landschaft ist fulminant!!Die Berge leuchten in allen Farben, immer wieder wild verwitterte Felsen in kuriosen Formen. Eine wunderschöne Fahrt. Dann Potosi. Eine Bergwerkstadt, schmutzig in die Steilhänge gebaut. Kein schöner Ort zum verweilen, wie wir glaubten. Also fahren wir noch die 160km weiter nach Sucre, der Hauptstadt von Bolivien.  Die Landschaft bleibt weiterhin toll, aber wir kommen schön langsam tiefer. Sucre liegt auf moderaten 2800m. Nach den Höhen der letzten Wochen richtig angenehm für uns! Fast im Zentrum bei Alberto y Felicidad haben wir im Innenhof einen sehr schönen Platz. Der Sohn spricht auch noch sehr gut deutsch. Perfekt!
19. -22. Dezember
Sucre ist eine schöne Stadt zum Verweilen. Keine Hektik, schöne alte Kolonialhäuser und Plätze, nette gemütliche Lokale. Was will man mehr? Wir machen es uns gmütlich und besichtigen ohne Stress die Stadt. Man kann sich ja immer auch unter Tags ins Womo zurück ziehen! Ein super Platz ein paar Tage auszuspannen.
23. Dezember
Wir brechen unsere Zelte in Sucre ab und machen uns auf den Weg nach Villamontes im Süden Boliviens, nahe der Grenze nach Argentinien. Erst fahren wir auf der F6 nach Osten nach Tarabuco. Da wäre morgen Markttag. Aber was machen wir hier auf 3800m in dem Dorf bis morgen? Wir fahren weiter, es ist eine schöne Berglandschaft und erst noch schöne Asphaltstraße. Nach ca. 100 km ändert sich das urplötzlich! Es beginnt eine über 100km lange Strassen Baustelle, ohne jegliche Beschriftung, großteils einspurig, Schotter-, Schlamm- und Sand Piste. Wir sind mit max.20kmh unterwegs! Dann geht's generell auf Schotter- und Sandpiste weiter, einspurig mit Ausweichen. Teils eine Seite Felsen und die andere senkrecht nach unten, ohne jegliche Sicherung! Beim finster werden finden wir eine ebene Stelle neben der Straße zum Übernachten.
24. Dezember
Es hat die ganze Nacht geschüttet! Die Strasse ist total aufgeweicht. Teils ist sie abgerutscht! Es ist schlammig, und gefährlich weiter zu fahren, aber wir können ja nicht warten, bis der Regen irgendwann aufhört. Also weiter! Die Landschaft wäre ja schön, nur ich habe keine Zeit dafür, muss schauen, dass ich auf der Straße bleibe und auf den Bergstrecken nicht hängen bleibe. Für die 108 km bis zur F9 nach Süden brauchen wir 5 Stunden, haben zwei Berge bezwungen und haben 5 Flüsse ohne Brücken überquert, bei einer Wassertiefe bis zu einem Meter! Es war die brutalste Fahrt in meinem Leben! Auf der F9 haben wir dann wieder gute Asphaltstraße bis Villamontes. Hier wird übernachtet.
25. Dezember
Am Morgen starten wir Richtung Grenze, sind ja nur ca.100 km!  Aber sollte anders kommen! Nach 35 km stirbt der Motor unterm fahren ab, wir schaffen es auf einen Platz neben der Straße. Der Motor springt nicht mehr an, ich finde keinen Fehler, Diesel ist da, aber die Pumpe scheint nicht zu fördern. Ein Stück zurück ist ein kleiner Ort. Versuche dort einen Mechaniker zu finden. Aber heute ist Weihnachten!Ein paar Jungs sagen mir wir werden bis morgen warten müssen! OK was solls, aber eine Viertelstunde später stehen sie mit einem Mechaniker da. Es wird ewig versucht den Motor in Gang zu bringen, nichts hilft. Mittag ziehen sie ab. Wir bleiben. Wir bekommen dann noch zu Essen, voll lieb! Am Nachmittag will ich das Auto ein wenig weiter von der Straße weg bringen. Geht nur mit wegstarten! Was passiert, der Motor springt an!  Hurra, wir können weiter, aber erst Morgen!
26. Dezember
Das Womo springt an, super, es kann los gehen. Eine Stunde später stehen wir an der Grenze in Jacuiba. Hier eine total unkomplizierte Abfertigung. Es dauert keine Stunde und wir haben alle Papiere und dürfen nach Argentinien einreisen! Wir fahren noch ca. 190 km auf der RN 34 nach Süden bis zu einer kleinen Therme. Aqua Terme! Hier bleiben wir erst einmal.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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