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Mexiko - Baja California

Autor: Toni 11.06.2016

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In 5 Wochen 5000km durch die Halbinsel! 
Nachdem wir die Grenzformalitäten gut hinter uns gebracht haben, machen wir uns auf den Weg die 130km auf der "Route de Vin" nach Ensenada. In Ensenada legen die Kreuzfahrtschiffe alle an. So ist die ganze Stadt auf Touristen Nepp ausgerichtet. Das gefällt uns gar nicht, so fahren wir weiter Richtung Süden. In der Nähe vom Cabo San Jose übernachten wir auf einem kleinen Campground bei einem Motel.
Nächsten Tag fahren wir ein Stück weiter bis "La Buffadoro", ein kleiner Ort am Ende einer Landzunge. Hier spritzt das Wasser durch einen Felsspalt bis 30m hoch! Ein Spaß für die Mexicaner. Wir haben hier gut und billig gegessen!  Danach geht es noch ca. 100km weiter nach Süden, bis links die Strasse zum Nationalpark "San Perdo de Martir" abzweigt. Auf 80km geht es über eine schmale, steile Strasse auf 3100m Seehöhe in die Berge. Immerwieder gibt es tolle Ausblicke hinunter in das Tal. Oben im Nationalpark gibt es einen kleinen Campground im Pinienwald. Wir haben nur mehr 0° und es liegt ein wenig Schnee! Aber es ist ja Mitte Jänner!     Nach einem kleinen Rundgang zur Gewöhnung an die dünne Luft sind wir müde!
Nächsten Tag besichtugen wir das Observatorium. Dann gibt es noch eine ausgiebige Wanderung durch die tolle Landschaft. Morgen geht es wieder hinunter zum Meer.
In 2 1/2 Stunden von 3100m zum Meeresspiegel. Auch nicht schlecht. Nun haben wir wieder 25°. Auf der Mexico1 geht es weiter nach Süden. In St. Quintin soll es schöne Strände geben! Aber über die Sandwege trauen wir uns mit dem Womo nicht an den Strand! Also weiter!
Die Strasse geht nun in die Berge, landschaftlich total schön, tolle Felsformationen Kakteenwälder, Ciriusbäume, richtig schön! Nur wir haben keinen Platz zum Übernachten gefunden. Beim Dunkelwerden nach 400km halten wir in einem kleinen Ort bei einem "Restaurant". Dort essen wir eine Burrito und fragen ob wir am Parkplatz übernachten dürfen. War kein Problem!  Nach dem Frühstück fahren wir weiter, bis Rosalillita, ein kleiner Fischerort sind es noch 20km. Trostlos, ein paar Häuser, ein vermüllter Strand. Nichts für uns, wir fahren weiter nach Süden! Nach 100km kommen wir nach Guerro Negro, der Ort der Wale! Kein schöner Ort, er ist nur Ausgangspunkt zu Walbeobachtungen. So fahren wir weiter, nach 10km geht rechts eine Schotterstrasse weg, zur Lagune "Ojo de Libre". Nach weiteren 5km kommt ein Schranke, wir müssen durch die Saline durchfahren. Der Weg ist aber einigermaßen beschildert. Nach weiteren 5km Sandpiste sind wir an der Lagune. Wieder ein Schranke mit Wächter, ein großer Parkplatz, Restaurant und ansonsten keine Menschenseele. Wow - allein an der Lagune! Für 65 Pesos gibt es auch die Übernachtung samt Dusche! Morgen werden wir von hier in die Lagune zu den Walen fahren!  
8h30 geht es dann los! Zwei mex. Mädels sind auch noch an Bord. Mit dem kleinen Motorboot geht es in die Lagune zu den grauen Riesen! Nach 10 Min. Fahrt sind wir schon zwischen den grauen Riesen der Meere. Von allen Seiten hört und sieht man Sie atmen. Die Kolosse tauchen fast neben dem kleinen Boot auf, oder kommen senkrecht mit dem riesigen Schädel aus dem Wasser! Nach 3 Stunden Hochspannug kommen wir wieder total glücklich an das Ufer zurück. Es war schon ein einmaliges Erlebnis für uns!
Wir fahren nun mit dem Womo an einen Platz direkt an der Lagune, um vom Ufer aus die Wale noch zu beobachten! dabei treffen wir auf ein jundes Pärchen aus Vorarlberg. Sie sind am Weg nach Guatemala, wollen dort Paragleiten! Später gesellte sich noch ein kanadisches Paar dazu. Es war ein super Nachmittag!! wir beschliessen noch einen Tag hier zu bleiben bei dn Walen. In der Nacht war es ein Wahnsinn! Die ganze Nacht hörte man die Wale. Es war fast unheimlich!
Der nächte Tag war ein erholsamer, beschaulicher Tag am Wasser!
Nun geht es wieder weiter. Wir fahren quer durch die Halbinsel an den Golf von Mexico. Wir wollen nach Santa Rosalia. 250km Fahrt durch Wüstenlandschaft mit Kakteenwäldern. In San Ignacio füllen wir unsere Vorräte auf uns tanken bei der Wasser Verkaufsstelle purifiziertes Wasser! Für 80lt. Wasser zahlen wir ca. 2 US Dollar. Es schmeckt gut uns ist absolut unbedenklich. Ausserdem hat jeder Ort eine Verkaufsstelle füt "Aqua Purifitata". 
Santa Rosalia - laut Reiseführer ein schöner Ort. Leider wurde der Ort 2009 vom Taifun stark verwüstet. Aber hier steht auch eine kleine Kirche, welche Eiffel für die Weltausstellung in Paris gebaut hatte und dann diesem Ort geschenkt hat. 
Einige Kilometer weiter in San Bruno übernachten wir auf einem kleinen Campground. 70km weiter liegt Mulege, auch dieser Ort ist noch vom Sturm gezeichnet. Von hier geht es entlang der Küste durch wunderschöne Buchten und Berglandschaft weiter nach Süden. Überall sind RV-Parks in denen die Amerikaner mit ihren Riesigen Wohnmobilen stehen. Am Weg sehen wir ein verwittertes Schild "RV access", ein kaum erkennbarer Weg führt Richtung Strand. Wir wagen es und folgen dem Weg Nach einigen hundert Metern landen wir in einer kleinen Bucht! Menschenleer, im Hintergrund steht ein kleiner Bauernhof. Für 3Dollar dürfen wir hier bleiben. So sind wir zu einer Bucht ganz für uns alleine gekommen, einfach herrlich! 
Nach zwei Tagen bei den Pelikanen und Möven fahren wir weiter nach Loreto. hier steht eine alte Mission, und hier legen auch die Kreuzfahrtschiffe an, so ist dieser Ort touristisch gut erschlossen. Nach einem Rundgang fahren wir weiter. Wir wollen in die Berge zur Mission "Francesco de Javier". 50km windet sich die Strasse die Berge hoch, zum Teil nur Schotterpiste. Auf den Steigungen tuckern wir nur mit dem 1. Gang hoch! Aber die Landschaft ist einfach Traumhaft. Palmen, Schroffe Felsen und grüne Täler wechseln sich laufend ab.
Um die Mission sind einige Häuser und eine Polizeistation angesiedelt. Dort frage ich, ob wir mit dem Womo die Schotterstrasse nach Lopez Mateos  weiterfahren können. Lt. Polizei ja!!
Nur bei der Weiterfahrt nächsten Tag geht es durch Flüsse, im Flußbett entlang und dann letztendlich stehen wir auf einer Sandpiste mit mindestens 13% Steigung. Da war dann auch mit aufgelegten Schneeketten Schluß für uns! Also alles wieder zurück und 200km Umweg um die Berge nach Mateos! In der Lagune von Mateos sind im Winter viele Wale. Sie bekommen hier ihre Babys, mit denen sie später dann wieder nach Norden ziehen. Die Babys wollen wir natürlich sehen!
In Mateos treffen wir auf ein Schweizer Paar, mit dem wir verabreden, morgen gemeinsam zu den Walen zu fahren! 
Es gesellt sich noch ein Brasilaner zu uns, so sind wir ein sehr gemischtes Team mit dem mexikanischem Kapitän! Bei strahlend blauem Himmel starten wir im kleinen Fischerboot. Wir sind nicht lange in der Lagune, da ist das absolute Highlight! Eine Walmama mit einem neugeborenem Baby! Das Meer um die Beiden ist noch schwarz vom Blut der Geburt. Die Walmami hebt das Baby immer wieder an die Oberfläche zum Atmen! Lange Zeit beobachten wir dieses Schaupiel. Dann fahren wie weiter, laufend treffen wir Wale mit den Kälbern. Eines der Kälber will immer zu unserem Boot, wird aber von seiner Mutter immer abgedrängt!  Dann taucht einer der Kolosse quer unter unserem Boot durch und koommt an der anderen Seite senkrecht mit dem riesigen Schädel neben dem Boot aus dem Wasser. Ein WOW Erlebnis! Nach ein paar Stunden fahren wir entlang Der Mangroven zurück. In den Mangroven treffen wir auf eine Kolonie Fregattvögel. Es war ein absolut spannender Vormittag. Nach der Verabschiedung unserer Mitstreiter am Boot, machen wir uns auf den Weg nach La Paz. Es wird schon dunkel, als wir die Stadt erreichen. In einer Bucht übernachten wir.
Es ist die erste richtige Stadt in der Baja! Viele kleine Geschäfte laden zum bummeln ein. ein Frisör liegt auch am Weg, da starten wir hinein, nach fast 3Monaten on Tour schadet ein Haarschnitt nicht. 12Euro für beide, das passt gut! Dann kommt noch die Kathedrale, weitere Geschäfte und eine "Pottery". Hier wird in Handarbeit schönes Keramik in bunten Farben hergestellt. Müde kommen wir zum Womo, nun noch 20km zum "El Tecolote", ein schöner Strand. Hier stehen schon einige Wohnmobile und Zelte. Ein schönes Plätzchen gesucht und dann ist für zwei Tage Pause!
Weiter geht die Reise nach Süden, nach El Sargant 50km weiter. Die Strasse führt durch Kakteenwälder mit 10-15m hohen Kakteen, absolut schön. Leider ist hier der Strand total verbaut mit Hotels und Campgrounds. Nichts für uns! Nach weiteren 50km kommen wir nach Los Barriles, das ist ein Dorado für Kite-Surfer! Hier weht von Jänner bis Ende April ein konstanter Wind. So sehen wir hunderte Segel im Wasser. Der Strand ist schön, aber der starke Wind unangenehm. So fahren wir weiter nach Süden zum Capo Pulmo. Es ist ein kleiner Nationalpark.  Super schön hier, keine Leute, grobe Schotterstrasse zum Strand. Dann schaffe iche es mit dem rechten Vorderrad im weichen Sand zu versinken. Super! Wir sitzen voll mit der Ölwanne am Sand. Na ja! Hebwegzeug raus Holz raus und das Auto herausheben! Nach 3 Std. schweißtreibender Arbeit stehen wir wieder auf festem Boden. Jetzt aber nichts wie hinein in da schöne, warme Meer!! Dann noch zwei Bier und die Welt ist wieder in Ordnung.
Am nächsten Tag fahren wir weiter über grausige Rüttelpiste Richtung Cabo San Lucas.
Es ist der südlichste Punkt der Baja California. Ein sehr belebter Ort. Es legen hier auch die Kreuzfahrtschiffe an. Ausserdem haben hier viele Kanadier einen Sommerwohnsitz! Es ist richtig war los hier! Auf dem Parkplatz direkt hinter der Polizeistation haben wir einen super Standplatz. Es ist Ende Jänner und wir haben um 22h noch immer 30° - schön warm hier! Nächsten Tag machen wir einen Bootsausflug um das Cap! Es treffen hier der Pazifik und der Golf von California aufeinander. Viele Pelikane und Seelöwen sind hier anzutreffen. Abends gibt es dann Tpas und ein paar Biere!! Herrlicher Tag. 
So nun geht es wieder Nordwärts! Wir fahren nach Todos Santos - ein Künstlerort 100km nördlich von Cabo San Lucas. Herrlicher Strand, aber starke Brandung, ist nur zum Surfen geeignet. Es gibt hier viele Shops mit Kunsthandwerk. Auch Charlotte wird fündig. Hätte mich auch gwundert wenn Nicht!! Danach fahren wir noch 90km weiter bis zum Strand von La Paz. Manche stehen hier 2 Monate mit den Womos am Strand, wüsste nicht was man hier so lange tun soll? Also fahren wir weiter nach 190km bei Ciudad Constituction zwiegen wir nach Puerto San Carlos ab. Dort soll man auch zu den Walen fahren können. Aber hier gefällt es uns gar nicht alles vermüllt, und grausig. ein Stück ausserhalb an einem kleinen Strand zwischen Mangroven bleiben wir über Nacht. 2 Amis mit Zelt gesellen sich zu uns. 
Dann - am nächsten Morgen, des Strand ist unter Wasser, wir stehen auf einer Insel! Die Amis sind weg, und die Zufahrtsstrasse beginnt zu überfluten. Nichts wie weg! Es war aber trotzdem ein super Platz! 
Weiter nach Norden. 300km fahren wir heute, bis zu der Bucht bei Mulege, wo wir auf der Fahrt nach Süden schon waren. Der Bauer hat gestrahlt, als ich ihm wieder für 2Tage die Pesetas in die Hand gedrückt habe! Es war ein super Abend, aber schlechte Nacht!!  Ich hatte eine eine böse Galle!! Habe den ganzen nächsten Tag zur Erholung gebraucht! Aber dann war alles wieder OK. 
Weiter geht es nach San Ignacio. Vorbei an Loreto, Mugele und Santa Rosalia geht es 190km nach Norden. In San Vincente gibt es eine schöne Missionskirche aus 1770. von Hier haben wir noch 70km zur Lagune. Nach 30km ist nur noch Baustelle! Das heißt Sandpiste übelster Sorte! Ich hatte echte erste Bedenken mit meinem Vorderradantrieb da noch durch zu kommen. aber es hat sich absolut gelohnt! In einem Camp für Whale-Watching direkt am Wasser in toller Lage bleiben wir. Morgen geht es in die Lagune.
Um 10h fahren wir mit noch zwei Mexikanern los. Wir kommen nicht sehr weit! Der Motor fängt zu stottern an. Es ist Wasser im Tank! wir brauchen eine Stunde wierder zurück. Wir müssen umsteigen in ein anderes Boot, so sind wir nun 8 Personen! 2 Össis und 6 Mexis! Macht nix. Los gehts in die Lagune! Die Wale kommen hier richtig neugierig auf das Boot zu tauchen unten durch, kommen auf der anderen Seitehoch um direkt in das Boot zu schauen! Dabei hat Charlotte sich überwunden und einen Wal gestreichelt! Hat schon was! Zeitweise hat unser Nußschale schon verdächtig geschauckelt, wenn so ein Koloss aufgetaucht ist. Dann sind wir zu einem Wal gekommen, der nur so an der Oberfläche getümmelt hat. Unser Kaptän sagte, dieser Wal ist knapp vor der Geburt! Aber das kann noch Stunden dauern. Nach ein paar Stunden am Wasser sind wir sehr glücklich wieder an Land gekommen. 
Da wir morgen noch eine längere Strecke vor haben, sind wir die 70km Schotterpiste bis San Ignacio noch zurück gefahren und haben in San Ignacio an einem herrlichen Platz unter Palmen übernachtet.
Los gehts - 190km nach Norden auf de Mex1 bis Guerro Negro, eine öde Strecke, viel Wüste und gerade Strasse. Nach weiteren 130km zweigen wir ab nach Bahia Los Angeles. die Strasse führt quer vom Pazifik zum Golf von California. Eine tolle Strecke durch gebirgige Landschaft mit 15m hohen Kakteen und Ciriosbäumen. Dazwischen blaue Blütenteppiche! Dann kommt man vom Gebirge hinunter zum dunkelblauen Golf von California. Ein unvergesslicher Blick!!
Einfach an den Strand und stehenbleiben. Damit ist hier nix! Da braucht man Allrad und kein Womo! Wir finden dann einen kleinen Campground direkt am Wasser - superschön! 10US Dollar ist auch nicht zum aufregen!
Da es außer relaxen und am Strand wandern nichts gibt fahren wir nächsten Tag die 70km zur Mex1 wieder zurück. Dann geht es ca. 200km nach Norden bis San Quintin, hier kommen wir zu einem super Campground anm Strand. Es hätten hier locker 200 Wohnmobile Platz, aber es stehen mit uns nur 3 Fahrzeuge. Da es bis zur Frenze nach Tijuana nur mehr 400km sind machen wir noch einmal 2 Tage Pause, bevor wir uns zurück nach den USA begeben.
Also los - 270km bis Rosarita, in Primo Tapia bleiben wir auf einem Campground noch einmal über Nacht. Ist schon fast Nepp1 45 Dollar für eine Nacht unddie Duschen voll grausig!!
Am Morgen nichts wie weg. 90km bis Tijuana der Grenzstadt. Im Zentrum finden wir einen Parkplatz, und machen mal ein paar Stunden die Stadt unsicher. Man hört so viel negatives von der Stadt. Wir haben das nicht so empfunden. Es ist eine quirllige mexikanische Stadt mit halt vielen US-Amis !!! Nachmittag machen wir uns dann auf den Weg zur Grenze. 3 Stunden auf 10 Spuren Abfertigung! Das muß man auch einmal mitgemacht haben! Ist auch ein Erlebnis.
Dann noch 30 Meilen bis San Diego. Am grossen Parkplatz beim Zoo wird dann übernachtet.
Charlotte sagt noch: Jetzt sind wir wieder im gelobtem Land!!!!

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