womologo

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Südamerika 2018 Brasilien

Autor: Anton 14.06.2018

26. April

Wir fahren mit dem Taxi die 10km zu den Wasserfällen. Es ist hier ganz anders als in Argentinien, wo man durch die Regenwald wandert. Vom Besucherzentrum fahren große moderne Busse ohne Pause zu den Wasserfällen. Es werden hier unmengen an Touristen hingekarrt. Bei den Wasserfällen führen rollstuhlgerechte Wege entlang dem Fluß. Von hier hat man die Postkartenblicke auf die Wasserfälle. Die meisten liegen ja in Argentinien. An einer Stelle führen weg und ein Lift hinunter zum Fluß von wo dann ein Steg in die Mitte führt. Hier hat man das Gefühl mitten in den tosendeden Wassern zu stehen. Eine tolle Sache. Dann mit dem Lift wieder hoch. und man ist bei den Shops und Restaurants. Wir leisten uns ein Mittagessen am Wasserfall! Es ist doch ein einzigartiger Platz hier!Dann geht es mit dem Bus wieder zum Besucherzentrum zurück. Ein Stück zurück auf der anderen Strassenseite ist der Vogelpark Aves. Es sind hier die meisten heimischen Vögel zu sehen. ein netter Abschluß. Von hier fahren wir mit dem Taxi zu Hostel zurück.

27. April

Wir bleiben noch einen Tag und fahren zum Itaipu Staudamm. Es ist der größte Staudamm der Welt nach dem Chinesischen 3Schluchtendamm. Die Staumauer ist 2,7km lang und über 200m hoch. 18 Turbinen erzeugen mehr Strom als das Chinesische Kraftwerk. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Paraguay und Brasilen. Wir durften mit der Führung zu den Turbinenräumen und in das Herz des Kraftwerks die Komandozentrale. Es war eine imposante Tour! Danach fahren wir mit dem Linienbus ins Stadtzentrum in ein Grillrestaurant. Dann mit dem Taxi zum Wohnmobil. Der Rest des Tages wird relaxt!

28. April 

Ich will Kaffeewasser zustellen, Gas aus-super! Kaffeewasser kriegen wir hier ja, aber ich brauche trotzdem Gas. Blöd nur, in Brasilien füllt niemand ausländische Flaschen. so muß ich Flasche und neuen Regler kaufen. Hier ist alles anders, nicht nur die Sprache. Dann noch ins Einkaufszentrum, denn meine Simkarte lässt mich nicht ins Internet. Das muss extra freigeschaltet werden. Bürokratie hoch drei! Nun geht es endlich weiter nach Norden. Die ersten 100km super Autobahn, dann Umleitung durch die Stadt Toledo. Die wird zur Irrfahrt, aber letztendlich kommen wir wieder auf die richtige Strasse. Es geht noch einiges weiter. Knapp vor Guaira bleiben wir auf einer Posto über Nacht. Die Posto sind große Tankstellen mit riesigen Parkplätzen für die Lkw, meist auch Duschen, Restaurant und manchmal Wifi. wir nutzen diese Plätze noch sehr oft in Brasilien!

29. April

Wir stehen heute mit der Sonne auf. Wir wollen den kühleren Morgen zum Fahren nutzen. Es geht Hügel rauf und Hügel runter. Links und rechts Felder und Weideland bis zum Horizont.  Ab Mittag wirds heiß im Auto. Die Sonne brennt durch die Windschutzscheibe. Wir haben im Führerhaus 45°. Auch ist starker Lkw Verkehr! Die normalen Lastzüge sind 23m lang. Dann sind da noch die Longos! 30m lang 3,20m breit und 5,50m hoch. Die transportieren Getreide und Zuckerrohr. Bergauf sind sie max. 20kmh schnell, aber bergab! Da beschleunigen Sie auf 90-100kmh. Das sind lauter Irre!! Am Abend bleiben wir auf der Posto vor Campo Grande.

30. April

Es geht weiter auf der Rp163. Heute nur Mais uns Zuckerrohr. Es sind unvorstellbar grosse Felder. Die schlagen USA um Ecken!  Am Stadtrand von Iatou bleiben wir wieder auf einer Posto über Nacht.

1. Mai

Es geht weiter wie die letzten Tage bis Goiania. Nur wir haben fast keinen Verkehr mehr. Wir sind nun nicht mehr auf der Hauptroute nach Brasila, sondern auf Landstrasse. In Goiania habe ich links hinten keine Luft mehr. Shit - Patschen. Rechts ran Rad wechseln. Habe ja schon Übung darin. eine halbe Stunde später geht s wieder weiter. Die Landschaft wird nun lieblicher. Leicht gebirgig mit viel Wald und kleinen Seen. Am späteren Nachmittag erreichen wir Brasilia. 4spurige Strassen, saubere Häuser und viel Grün. Wir fahren direkt zu unserem Stellplatz bei einer Jugendherberge. Morgen werden wir einen Reifenhändler suchen.

2. Mai

Ich habe mir zwei Händler im Internet herausgesucht. Sind nicht weit weg. Der erste hat Reifen die passen, aber nur Hebebühnen für Pkw! Der zweite treibt keine passenden Reifen auf. Drei weitere haben ebenso mit der Dimension Probleme. So fahren wir zum ersten zurück, ich hebe mir den Wagen selbst hoch, dann werden neue Reifen montiert. So weit so gut. Als wir dann am Stellplatz zurück sind bemerke ich, dass bei einem der neuen Reifen zu wenig Luft drinnen ist. Sieht nach undichtem Ventil aus. Ich stelle das Womo auf die Stützen, damit wir morgen nicht auf der Felge stehen.

3. Mai

Am Morgen zum Händler! Rad herunter und ins Wasserbett. Die Luft geht beim Ventilsitz aus. Auch ein neues Ventil hilft nichts. So nehmen wir eines der Reserveräder und ziehen den neuen Reifen auf. Nun ist alles OK. Jetzt geht es auf Besichtigungstour. Die Stadt ist unheimlich weitläufig, hat aber ein sehr großzügiges Strassennetz. Erst fahren wir zum Präsidentenpalast, darf man nicht hinein! Dann weiter zur Kubitschekbrücke, eine moderne bogenförmige Brücke. Von hier fahren wir ins Regierungsviertel und parken unser Mohnmobil. Gericht, Congressgebäude, Palacio Itamaraty, weiter zur Kathedrale und Kulturcenter. Hier läuft gerade eine tolle Veranstaltung mit Tanz und Musik der Schwarzen. Eine Fotoausstellung über die Indio am Amazonas. Hier lernen wir den Häuptling des Stammes kennen und versuchen mit Hilfe eines Dolmetschers ein Gespräch. War sehr interesant. Dann geht es weiter zum Nationalmuseum. Ein wildes Bauwerk! Nun müssen wir zurück zum Palacio Itamaraty, nachmittags darf man hinein! Dannreicht es für Heute, sind über 10km zu Fuß gelaufen. Wir fahren zurück zu Stellplatz.

4. Mai

Heute fahren wir als erstes zum Templo da Boa Vontade. Er gehört einer Sekte, die Christus mit den alten Ägyptern vermischt. Aber der Tempel in Pyramidenform ist ein tolles Gebäude. Dann das Memorial des Präsidenten Kubitschek, dem Erbauer von Brasilia. Ein pomöses Denkmal! Nun fahren wir wieder zum Congressgebäude um 11.45 haben wir eine Führung in englisch. Es geht durch das ganze Gebäude mit unterirdischen Tunnels und den Plenarsälen. Im kleinen Plenarsaal war gerade eine Debatte. Nach einer guten Stunde waren wir wieder draussen. Nun steuern wir ein Einkaufszentrum an, isch brauche Guthaben fürs Internet. Dann geht es zur Kirche Don Bosco. sieht aussen wie ein Veranstaltungssaal aus, hat aber innen mit den rundum laufenden blauen Fenstern eine tolle Atmosphäre! Mittlerweile haben wir wieder späten Nachmittag, und fahren zurück. Wir finden das Brasilia für eine tolle moderne Stadt. Die 1700km Anfahrt von Iguazu haben sich gelohnt. 

5. Mai

Wir sind wieder auf Achse. Es geht nun Richtung Küste, vorbei an endlosen Baumwollfeldern in leicht hügeliger Landschaft. Am Abend wird wieder auf einer Posto übernachtet.

6. Mai

Und weiterr geht es. Nach ca. 200km ändert sich die Landschaft. Wir kommen in ein Mittelgbirge, mit mit viel Wald. Es gibt nur kleine Orte und ein wenig Weideland. Nach ca. 500km zweigen wir ab in den Nationalpark Chapada do Diamontinas. Nach weiteren 30km sind wir in Lencois, einer ehemaligen alten Diamantenstadt. Es wurden hier früher Diamanten geschürft, heute lebt man vom Nationalpark mit Tourismus. Die Stadt hat viele schöne alte Kolonialhäuser und liegt in den Bergen auf fast 1000m. Wir quartieren uns bei der Posada Lumiar ein.

7. Mai

Heute machen wir eine Wanderung in den Regenwald zu einem kleinen Wasserfall. Die Angebote der Führer schlagen wir aus und marschieren allen los. Auf dem teils felsigen Boden ist der Weg fast nicht erkennbar, durch den kleinen fluß müssen wir auch waten. Aber wir schaffen den Weg. Der Wasser ist echt hübsch, mitten im Urwald. Am Fusse des Wasserfalls ist ein Wasserbecken in dem man sich abkühlen kann. Am Rückweg auf einem anderen Weg treffen wir auf eine Königsnatter - die ungiftige Variante der Korallenschlange! Aber die war so schnell im Unterholz, daß ich kein Foto schaffte. Wieder im Ort gibt es dann noch ein teures Bier im Schanigarten. 70 Reales, das sind 23 USD für 2 Bier und ein Mineral!!! Am Abend bleiben wir im Wohnmobil

8. Mai

Wir verlassen den Ort wieder und machen uns auf den Weg zur Küste. Erst die 30km zurück,dann weiterdann weiter auf der Br 242 nach Osten. 100km weiter gibt es keinen Regenwald mehr, wir konnen in die Steppe mit Kakteen und einzelnen Bäumen. Das Gras ist hier braun, nicht so saftig grün wie vorher! Nach weiteren 100km fahren wir wieder durch saftige Weiden mit Palmen. Fast nicht zu glauben. Am Nachmittag erreichen wir Salvador, die Hafenstadt. Wir fahren quer durch die Stadt bis ans Meer. Bei der Ondina Beach auf einem Parkplatz machen wir es uns gemütlich.

9. Mai

Am Morgen fahren wir mit dem Taxi in die Altstadt. Sie thront auf einem Felsplateau ober dem Meer. Es ist ein schöner platz mit vielen Kirchen und schönen alten Häusern. Es ist schon viel hier restauriert, aber es gibt noch genug Bauruinen und abbröckelnden Putz an den Fassaden. Es wird jedoch überall an den Häusern gearbeitet. Salvador war früher das Zentrum des Sklavenhandels in Südamerika. Heute dominiert hier die schwarze Bevölkerung. Wir wandern die steilen Gassen hinunter zum Meer zum Artesanmarkt. Von hier gehts mit dem Taxi zum Wohnmobil zurück. Wir fahren an den Stadtrand zum Camping Ecologico de Itapua. Es ist ein Ruinencamping! Kein Wasser, kein Strom, aber viel Schutt und Hunde! Ein trauriger Platz. Trotzdem bleiben wir über Nacht.

10. Mai

Wir sind schon um 8h unterwegs. Erst auf der Br 342 bis Santana, dann geht es auf der Küstenstrasse der Br101 nach Süden. Küstenstrasse ist gut gesagt. Man fährt ein Stück hinter der Küste im Mittelgebirge, durch Regenwald, ausgedehnten Kaffeeplantagen und Bananenhainen. Auf einer Posto wird übernachtet.

11.u. 12. Mai 

Wir sind mit der Sonne aufgestanden und bald losgefahren. Der Morgen ist total schön in dem bergigen Regenwald. Die Nebelfetzen werden von der Morgensonne in Rottönen beleuchtet. es erscheint alles ein wenig mystisch! Nach 60-70km Fahrt kommen wir wieder durch Weideland. Hauptsächlich rinderweiden und kleine Ortschaften. Nach ca. 140km zweigen wir bei Eunapolis zur Küste ab. Nun fahren wir durch ausgedehnte Kaffeeplantagen und Kakao. Nach 60km erreichen wir Porto Seguro, Eine Stadt an der Flußmündung in den Atlantik. Hier sind die Portogiesen erstmalig in Südamerika an Land gegangen. Ober der heutigen Stadt, sind die Häuser der alten Stadt aus dem 17.Jh. schön restauriert zu besichtigen. In den Häusern sind nur mehr Souvenierläden und Restaurants. Anschließend fahren wir 18km der Küste entlang weiter zum Camping Mutari. Der Platz liegt direkt am Meer mit kilometerlangen Stränden. 

Hier bleiben wir einen Tag zum ausspannen. wir sind die letzten Tagen viele Kilometer auf der Strasse gewesen!

13. Mai

Am Morgen noch Muttertagskonferenz, dann starten wir wieder. Die 80km zurück zur Br101, dann weiter nach Süden. Es ist eine kurvenreiche Strecke durch bergigs Gebiet. Meist Weideland und kleine Dörfer. Aber alles in allem eine Abwechslungsreiche Fahrt. Ein Stück vor San Mateus wird auf einer Posto übernachtet.

14. Mai

Bei San Mateus zweigen wir ab auf die Br381 Richtung Bela Horizonte in die Berge. Bis dorthin sind es noch 700km. Wir kommen nun in die Berge. Eine wunderbare Landschaft total grün mit einzelnen hunderte Meter hohe kahle schwarze Felshügel. Die Strasse ist sehr kurvig und schmal. Laufend kommen wir durch kleine blitzsaubere Dörfer. Am Nachmittag kommen wir aus den Bergen heraus und die Strasse wird wieder breiter und ebener. Ein Stück vor Ipatinga stoppen wir bei einem Restaurant und fragen ob wir hier übernachten dürfen. Es sei überhaupt kein Problem. Sogar Wasser und Strom wurde uns angeboten.

15. Mai

Es war eine laute Nacht mit viel Hundegebell. Um4h morgens begannen die Hähne zu krähen. wir waren schon um 6.30h auf und starten Richtung Bela Horizonte. 150km Baustelle! Die Strasse wird hier 4spurig ausgebaut. Wir waren von den Lkws eingekeilt. Durchgehender Kolonnenverkehr bis nach Bela Horizonte. Ab der Stadt war die Autobahn fertig und die Kolonne löste sich auf. Nach ca. 30km zweigen wir wir nach Ouro Presto, einer alten Bergbaustadt ab. 20km vor der Stadt stoppt uns die Polizei. Der Beamte will unbedingt, dass ich vorne an der Stoßstange eine Nummerntafel montiere. Aber das Original liegt ja in Bolivien im Schlamm oder Fluß! Ich weigere mich die Foliennummerntafel zu montieren. Nach längerem hin und her lassen sie uns so weiterfahren. Am Ortsrand von Ouro Presto fahren wir auf einen kleinen Cmpingplatz. für Heute reichts mir!

16. Mai

Am Morgen fahren wir mit dem bus in die Stadt. Sie hatte einmal 100 000 EW. und war die größte Stadt in Südamerika. Es wurde hier die ergiebigste Goldader aller Zeiten gefunden. Die Portugiesen haben das alles kassiert!! Heute ist es eine kleine Stadt mit schön renovierten Häusern und vielen Kirchen. Sie lebt nun vom Tourismus ganz gut. Charlotte hat sich einen wirbel verschoben und hatscht! So wird der Gang durch die Bergstadt, mit ewigem Bergauf und Bergab für Sie zur Tortur. Nachmittag fahren wir mit dem Taxi zum Womo zurück.

17. Mai

Eigentlich wollten wir mit dem Bus nach Mariana, eine weitere Bergbaustadt fahren. aber es ist diesig und regnet leicht. So brechen wir die Zelte ab und fahren weiter Richtung Rio de Janeiro. Erst die 65km zurück zur Autobahn, dann geht es weiter nach Süden. Es herrscht hier extremer Lkw Verkehr. Nach 70-80km wird es wieder besser, die 30m Monster werden weniger! Wir sind jetzt voll in den Bergen auf 1500m. Die Landschaft ist sehr schön und abwechslungsreich, aber die Lkw nerven! Wenn einem bergab so ein 60to schweres 30m langes Monster in Nacken sitzt ist  einem nicht mehr sehr wohl in der Haut! Wir haben schon genug solchter Riesen in Trümmern im Strassengraben liegen sehen! Bei Ipiranga übernachten wir wieder auf einer Posto.

18. Mai

Bald am morgen geht es weiter nach Petropolis. Hier war die Sommerresidenz des brasilianischen Kaisers, der 1889 nach einem Militärputsch abtreten musste. der Ort liegt in einem schmalen Tal mit steil aufragenden Wänden. aber es ist hier auch im Sommer angenehn kühl! Nach einer Stunde fahrt stehen wir zwischen Kathedrale und Kaiserpalast am Parkplatz. Erst machen wir einen Rundgang durch das Zentrum, dann den schönen Palast, in dem die Stadtverwaltung ist. Nun gehts zum Kaiserpalast auf der gegenüber liegenden Seite. Ein sehr schönes Gwbäude in einem grossen Park. Ein bissl erinnert es uns an die Kaiservilla in Bad Ischl! Die Räume sind zum Teil noch original eingerichtet. Leider ist die ganze Historie nur in portugiesisch, das wir ja nicht lesen können! Danach spazieren wir zur Kathedrale mit der Kaisergruft. Nun noch eine Kleinigkeit gegessen bevor wir uns auf den Weg nach Rio de Janeiro machen. Es sind ja nur mehr knapp 70km ins Stadtzenrum. Eine 4spurige Autobahn führt in die Stadt. Da ich fast im zentrum eine falsche Abfahrt erwische, müssen wir über eine mehrere Kilometer lange Brücke auf eine vorgelagerte Insel fahren. Erst dort können wir wenden und wieder zurück fahren. Dadurch müssen wir aber durch das absolute Zentrum der Stadt fahren. War nicht ganz lustig, die Brasilianer haben einen sehr eigenwilligen Fahrstil. Aber so haben wir schon einiges im vorbeifahren gesehen. Im Stadtteil Botafogo fahren wir zur Hotel Ibis Budget. Hier werden wir die nächsten 3 Tage wohnen. Das Wohnmobil wollten wir auf den Parkplatz direkt nebenan abstellen, aber wir waren um 10cm zu hoch! 2,70m schaffen es noch! Aber ca. 150m entfernt ist ein großer Parkplatz auf dem auch Dickschiffe Platz haben. Wir machen noch einen kleinen Rundgang durch die Gegend und genehmigen uns ein Bierchen in einer Bar. Es wird stockfinster bis wir wieder im hotel sind.

19. Mai

Auf zur Stadtbesichtigung. Das Stadtzentrum hat ja nur 7 Mio. Einwohner! 5 Min. Fußmarsch, dann 5 Stationen mit der Metro und wir sind im Zentrum von Rio. Wunderschöne Gebäude, speziell das Theater. Charlotte will unbedingt hinein! Es öffnet aber erst um 10h. So marschieren wir erst zur futuristischen Kathedrale, ein Tophit! Von dort weiter zur Bibliothek. Die hat leider Samstag u. Sonntag geschlossen. Hier kommen wir dann durch ein ärmeres Viertel, wo auf den Plätzen die Leute in Kartonhäusern wohnen. Charlotte ist nicht sehr wohl in der Haut. Um 10h sind wir beim Theater und erstehen Karten für ein Orchesterkonzert heute um 16h. Nun geht es weiter durch das Zentrum. Es ist fascinierend, in einer Strasse Juweliere und teure Geschäfte, in der Nebenstrasse arme Leute. Wenn mans nicht gesehen hat, kaum zu glauben! Wir kommen zum Cafe Columbia, ein wunderschönes Kaffeehaus, aber da stehen die Leute Schlange um einen Platz zu ergattern. Wir wollen nicht eine halbe Stunde auf einen Sitzplatz warten! In der Nähe ist ein Starbucks, nicht so schön, aber Kaffee gibt es auch. Von hier marschieren wir zur Stiege Selaron, eines der Top Highlights. Eine geflieste Stiege auf einen der Stadtberge. Voll mit Touristen und Andenkenverkäufer. Wir marschieren noch weiter den Berg hinauf zum Museum Chacara. Eine bunte Sammlung in einem Privathaus mit schönen Blicken in die Stadt. Herunter kommen wir durch ein nicht sehr sicheres Viertel. Eine Einwohnerin ermahnt uns aufzupassen! Nun zurück zum Theater. In der Nähe in einem Restaurant gibt es verspätetes Mittagessen. Dann auf in das Theater. Es ist eines der schönsten Häuser, die wir in unserem Leben gesehen haben! wenn man in Rio ist unbedingt hineinschauen! Das Konzert dauert bis 19h. Es ist stockfinster und es regnet. Gott sei Dank ist die Metro nicht weit weg. Als wir bei Hotel aussteigen ist es schon wieder trocken. Müde und zufrieden fallen wir in die Betten.

20. Mai

Heute geht`szum Zuckerhut. Vom Hotel eine halbe Stunde Fußmarsch am Strand entlang, und wir sind bei der Talstation der Seilbahn. Es sind ja zwei Seilbahnen. Die erste führt auf den Morro da Urca. Hier gibt es einen schönen Rundweg durch den Regenwald, sowie auch tolle Blicke auf Stadt und Buchten. Von hier führt die zweite Seibahn auf den Morros Pao de Acucar, den Zuckerhut. Hier ist nix mit Christusstatue wie man glaubt! Die steht ganz wo anders, auf dem Corcovado, ein höherer Berg! Am Zuckerhut gibt es Restaurant, Souvenierläden usw. Auch kann man einen 5 Min. Hubschrauberflug um 140USD machen. Wir haben nur den Rundblick genossen, und wollten dann zu Fuß hinunter. In der Karte ist ein Weg eingezeichnet. Wir haben aber keinen Einstieg in den Weg gefunden. Muß zugewachsen sein! So sind wir mit der Gondel wieder nach unten. Nun wollen wir zur Cobacabana - dem Strand!! Zum laufen ist es zu weit. 9km! Wir nehmen ein Taxi dafür. Eine halbe Stunde später stehen wir an der Cobacabana und sind überascht! Ein Strand wie viele andere auch, nur man sieht von hier halt auf den Zuckerhut! Es ist sehr windig und kühl heute. Wir haben max. 24° im Schatten fast zu kalt zum sitzen. Bei einem Kiosk am Strand gibt es Mittagessen, dann laufen wir die gesamten 3,5km Strand ab auf der Suche nach heissen Stringtanga Mädls. Haben nur leicht überwutzelte gefunden. Der anderen war es wohl zu kalt! Am Ende der Cobacabana steht das Fort Cobacabana. Eine große Befestigunganlage 1906 errichtet. Sie ist heute Museum und zu besichtigen. Zum Abschluß gibt es noch Eiskaffee mit Blick auf Cobacabana und Zuckerhut im Sonnenuntergang! Jetzt gehts zur nächsten Metrostation und wieder ins Hotel zurück

21. Mai

Heute wollen wir zur Christusstatue auf den Corcovado. wir marschieren vom Hotel ca. 3,5km zur Zahnradbahn auf den Carcovado. Man kann auch mit Bussen hinauf, aber wir nehmen die Bahn. Es ist erst 9h aber es sind schon Unmengen an Gruppen unterwegs. Anscheinend trifft sich hier die ganze Welt. Hier ist mehr los als am Zuckerhut. Oben angekommenhat man einen Blick über das ganze Rio de Janeiro. Die Leute drängen sich um die Selvies mit Stadt und Christus hinzukriegen. Wir haben ja Zeit und wollen den Ausblick geniessen! Bis wir wieder unten in der Stadt sind ist es Mittag. Wir fahren nun mit dem Taxi zu botanischen Garten. Der soll ja sehr schön sein. dort gibt es erst einmal was zu Essen. Danach schlendern wir durch den Park. Er ist sehr groß, mit vielen riesigen Urwaldriesen und Bambus. Uns haut er nicht um. Wir hatten ja über Monate den Regenwald, mit Orchideen usw. hautnah. Aber er ist sehr zu empfehlen, es ist ein beruhigender Ausgleich zur Hektik der Stadt. Bis zur Metro haben wir noch eine halbe Stunde Fußmarsch. Dann zurück ins Hotel. 

Drei Tage waren wir hier unterwegs. Ca. 35km davon zu Fuß durch die Stadt. Es wären noch einiges interesantes hier zu sehen, aber wir wollen wieder weiter!

22. Mai

Wir verlassen Rio wieder. Erst müssen wir quer durchs Zentrum in den Norden. Hier kommen wir auf die Br101, die Küstenstrasse. Nun geht es weiter nach Süden. Die Strasse führt durch die Küstenberge, mit laufend tollen Blicke auf wunderschöne Buchten und kleine Fischerdörfen. Es ist eine grndiose Küstenlandschaft. Nach 4 Std. Fahrt erreichen wir Paraty. Es soll der fotogenste Ort in Brasilen sein. Eine kleine Küstenstadt an der Flußmündung in einer Bucht mit hunderten kleiner Inseln. Die Stadt voll mit alten Koloianlhäusern und Flußsteinpflaster. Ein wirklich schöner Ort. Wir fahren auf den Campingplatz am Ortsrand. Wir sind müde!

23. - 25. Mai

Charlotte geht es nicht sehr gut. Sie ist total verkühlt! Wahrscheinlich der Wind in Rio. Wir machen nur einen Rundgang durch den Ort, ein essen in einem Strandrestaurant, dann wieder zum Womo. Nachmittag liegt Charlotte zu Auskurieren!

Die nächsten beiden Tage versuchen wir die Verkühlung in den Griff zu bekommen. Auch ich habe mitlerweile eine rinnenden Nase!

26. Mai

Wir sind noch nicht so wirklich gesund, wollen aber weiter. Wir fahren auf der Br101 weiter nach Süden durch die selbe schöne Küstenlandschaft wie Tage zuvor. Am Nachmittag bemerken wie ein Problem. Die meisten Tankstellen haben geschlossen. Wir fahren eine offene an und füllen den Tank voll. Auf unsere Frage was los ist wird erklärt, das die Lkw Fahrer seit Tagen streiken, wegen dem hohen Dieselpreis. Der Diesel ist in den letzten Monaten um 50% teurer geworden. Durch den Streik werden die Tankstellen nicht mehr beliefert, es geht einer nach der anderen der Sprit aus! Wir fahren an der Küste weiter,südlich von Sao Paulo vorbei. Die Stadt lassen wir aus Ein Molloch mit 12 Mio. Einwohnern. In Istahaem einer Küstenstadt, übernachten wir an einem Parkplatz am Strand.

27. Mai

Eine sehr schöne Fahrt führt uns in die Berge nach Curitiba. Die erste Strecke vom Meer führt uns durch Bananenplantagen im Regenwald. Nach gut 200km Fahrt kommen wir knapp vor Curitiba durch Weideland in den Hügeln. Es ist eine moderne Stadt mit 1.3Mio. Einwohnern. Wir besuchen hier das Niemayer Museum. er war der Planer von Brasilia. Ein sehr gutes Museum. Danach fahren wir durch das Stadtzentrum. Da wir keine Ecken zum Flanieren sehen, fahren wir weiter an den Stadtrand auf eine große Posto. Es wird noch immer gestreikt. Die Tankstelle ist voll mit abgestellten Lkws.

28. Mai

Am frühen Morgen fahren wir weiter. erst auf de Br101 bis Joinville. Hier zweigen wir Richtung Blumenau ab. Ein deutscher Einwanderungsort. Es wird wieder leicht gebirgig, eine schöne Kulturlandschaft. In Massaranduba halten wir beim Supermarkt Germania. Wir kaufen hier leckere Sachen ein. Fleischlaibchen und Hühnerschnitzerl wie von zu Hause. Herrliche Schokotorte! und einiges mehr. Dann geht es durch das Flußtal weiter. Wir werden einigemale bei den Streikspressen aufgehalten. einmal müssen wir 30Min. parken! Aber es geht hier nicht agressiv ab, das Ganze erinnert mehr an  Volksfest! Blumenau hat einige kleine Brauereien. Die haben alle erst abends offen. Das kleine Stadtzentrum ist sehr Deutsch geprägt. Wir parken am Rand des Zentrums und wollen es zu Fuß erkunden. Aber charlotte ist wieder gar nicht gut. Schweißausbrüche und Schwindel. so lassen wir das ganze sein und fahren weiter bis nach Florianopolis. Auf der Insel Santa Catarina fahren wir zur Pousada e Camping Lagoa da Conceicaao. Ein Camping in einer Hotelanlage.

29. Mai - 4. Juni

Wir haben versucht Charlottes Verkühlung mit unseren Medikamenten in den Griff zu bekommen. Hat nicht geklappt. sind am 30.5. mit dem Taxi ins Krankenhaus. Sehr nette Leute dort, die Ärztin konnte ganz gut englisch. Diagnose Grippe! Charlotte hat zwar kein Fieber, aber es ist halt so. Wir bekommen entsprechende Medikamente und es heißt ein paar Tage Bettruhe! Am nächsten Tag ist es schon ein bisschen besser, aber ich bestehe auf die Bettruhe! Wir bleiben eine ganze Woche. Charlotte kommt aus dem Womo nicht hinaus, aber dann ist sie wieder einigermassen am Damm.

5. Juni

Wir richten uns langsam zusammen und machen uns auf dn Weg. wir fahren auf Santa Catarina an der Atlantikseite nach Süden. Am Mirador de Moro soll man Wale beobachten können. aber das Wetter war Heute schlecht. Nebel und Nieselregen dazu starker Wind. Wale haben wir keine gesehen, aber viele Surfer war im Wasser. Wir geben auf und fahren über Florianopolis wieder auf das Festland und auf der Br101 weiter nach Süden. Auf der Strecke viele Autos und Wolken. Aber auf der Autobahn macht der Lkw Verkehr nichts aus. Bei einem Outlet auf der Strecke muß ist stoppen. Charlotte braucht nach einer Woche Gefängnis einen Shop!! Nach dem Kauf von 3 Paar Schuhen geht es ihr wieder gut und wir können weiter. Ein Stück vor Porto Alegre übernachten wir auf einer grossen Tankstelle.

6. Juni

Es war eine unruhige Nacht! Ein kommen und gehen bei den Lkw`s. Wir sind früh wieder unterwegs. Nach ca. 80km umfahren wir Porto Alegre. Es ist eine Hafenstadt ohne Highligts. Es geht weiter bis Pelotas. Hier zweigen wir auf die Br471  Richtung Chuy ab. Das Land ist nun total flachmit viel Weideland und Reisanbau. Ca. 70km vor der Grenze nach Uraguay bleiben wir bei einer kleinen Tankstelle. Hier treffen wir ein deutsches Pärchen, Backpacker. Sie hofften, daßwir sie zur Grenze mitnehmen. Aber erst Morgen! Wir bleiben hier über Nacht. Morgen geht es dann nach Uraguay!

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