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Rajastan Rundreise 2016

Autor: Toni 12.09.2017

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Kurzinfo:

Vom 18. Jänner bis zum 2. Februar 2016 waren wir auf einer Rundreise durch Rajastan mit einer Gruppe in einem Bus. 2500km ging es über zum teil schmale Landstrassen!
Es war eine schöne Reise durch interesante Landschaft mit tollen Palästen und freundlichen Menschen.
Nur!!! Wir haben noch auf keiner unserer Reisen soviel Schmutz und Müll gesehen als hier in Indien!!    Einfach schade!

Kleiner Reisebericht:

Mit der Lufthansa waren wir in knapp 8 Stunden in Delhi am Airport. Ankunft 2h Morgens!
Mit dem Bus waren wir dann in einer 3/4Std. Im Hotel in Delhi. Nach ein paar Stunden Schlaf sind wir am Vormittag gestartet. Vorbei am Roten Fort fahren wir nach Old Delhi. "Jama Masjid" die größte Moschee Indiens ist das Ziel.
Die Moschee steht auf eunem kleinen Hügel über der Stadt. Sie ist ein wunderschöner Bau aus rotem Sandstein.
Nach der Besichtigung gibt es einen Rundgang durch das Gassengewirr der Altstadt. Es geht durch enge Gassen und einem Gewirr aus Fahrrädern, Rikschas, Motorrädern und Unmengen Menschen zu Fuß.
Danach machen wir eine Rundfahrtdurch das Regierungsviertel. Vorbei am Triumpfbogen, Präsidentenpalast, Parlament usw. Da am 26. Jän. ein grosses Fest stattfindet war alles abgeriegelt und wir durften nicht aussteigen. So geht es zum Mittagessen.
Danach geht es zu einem Denkmal am Fluß - hier wurden M. Ghandi, I. Ghandi und andere Präsidenten verbrannt. Von hier ist es nicht so weit zum "Qutab Minar". Die Ruinen einer Koranschule und Moschee. Es steht hier mit 72m das höchste Minaret von Indien. Nach dem Rundgang geht es zurück zum Hotel.
Nächsten Tag geht es nach Mandawa - 6Std Fahrt für gut 200km!
Mandawa ist eine alte Handelsstadt an der Seidenstrasse. Es stehen hier hunderte kleine Paläste reicher Händler nit schönen Stuckarbeiten und Fresken. Leider verfallen die meisten nun!
Die Fahrt dorthin führt durch viele kleine Orte, Felder und Wiesen. Überall auf den Strassen muss man mit Kühen, Schweinen und Hunden auf der Strasse rechnen.
Es wird Abend bis wir beim Hotel sind. Es ist auch empfindlich kalt! wir haben keine 10° !
Die Zimmer sind nicht beheizt, und durch die Türe sieht man nach aussen! Es ist ja auch hier 11Monate warm. Nur der Jänner ist kalt! 
Am Morgen draussen Nebel und im Zimmer klirrkalt. Nach dem heissen Tee ist es besser. wir fahren in die Stadt. Auf der Strecke wird bei einer alten Brunnenanlage auf der Mogulzeit gestoppt. Im Nebel sieht alles sehr mystisch aus. Echt schön.
Dann gibt es in der Stadt einen Rundgang mit der Besichtigung von zwei der alten Paläste. 80% dieser Paläste sind nicht mehr bewohnt und verfallen langsam! Sehr schade darum.
Auch einen Tempel des Affengottes und noch eine Brunnenanlage wird besichtigt.
Am nächsten Tag haben wir Sonnenschein, aber ist wieder saukalt. Wir machen uns auf den Weg nach Bikaner. Nach ca. 40km halten wir in einem kleinen Dorf. Hier steht der berühmte Rattentempel, diese Tiere sind ja auch heilig und werden als Reinkarnation verehrt. Es wird für die Ratten extra gekocht. Auch die Pilger bringen Speisen mit, welche sie mit den Ratten teilen! Man kann das fast nicht glauben, was man hier sieht!!
Durch trockene Steppenlandschaft und schmutzige Dörfer fahren wir weiter bis Bikaner. Am Stadtrand beziehen wir das Hotel. Dann geht es in die Stadt.
Im Zentrum der Stadt steht das "Junagarh Fort" - ein riesiger Palastkomplex. Die Aussenfassade misst an die 200m! Alles ist aus rotem Sandstein mit vielen schönen Stuckarbeiten. Es gibt viele Innenhöfe mit Brunnen. Von der ursprünglichen Einrichtung ist nicht mehr viel vorhanden. Trotzdem kann man sich gut vorstellen, in welchen Prunk die Maharajahs residiert haben!
Nach 2 Std. Besichtigung fahren wir weiter zu einem andern Palast, welcher aber nun als Hotel genutzt wird. Wäre wunderschön hier zu residieren!! Es ist Heute bedeutend wärmer geworden. Gott sei Dank! Am Rückweg zu unserem Hotel halten wir noch bei einem Shiva Tempel. Ich habe geglaubt es ist ein Freizeitpark, weil der Tempel so kitschig bunt ist.
Nächsten Tag heißt es bald aufstehen. Wir starten um 8h. Für die 280km nach Jodpur benötigen wir 8 Stunden! Die Landschaft ändert sich nicht, es geht durch trockene Steppe. Viele Fuhrwerke mit Dromedaren gezogen sind unterwegs. In den Dörfern sind se Strassen meist nicht asphaltiert. So kommen wir nur langsam vorwärts! Jodpur ist eine Stadt mit 800 000 Einwohnern. Durch die Innenstadt über verwinkelte schmale Gassen kommen wir "Mehrangarh Fort", welches auf einem hohen Felsen ober der Stadt thront. Es ist ein mächtiger Palast aus Sandstein im 16Jh. erbaut.
Nach zwei stündiger toller Besichtigung fahren wir mit Tick-Tucks wieder hinunter in die Stadt. Zu Fuß geht es weiter durch die engen Gassen. Bei einem Tuchhändler stoppen wir. Er zeigt uns Unmengen von Tüchern und Stoffen. Danach werden wir noch bei einem Gewürzhändler in die Geheimnisse des Currys eingeweiht! Mittlerweile ist es 21h. Wir fahren ins Hotel. Abendessen und dann in die Heia!
Es geht Heute wieder weiter! 8h30 Start! Es sind nur 100km dort hin, aber - die Strassen sind schmal und schlecht. so benötigen wir fast 4 Std.  Khaiwra unser Ziel ist ein kleiner Ort in der Steppe. Unser Hotel ist eine alter Maharajah Palast. Absolut schön! 
Nach dem Mittagessen geht es mit Jeeps auf Erkundungsfahrt. In der Nähe treffen wir auf Antilopen, danach kommen wir zu einem kleinen Tempel an einem schönen See.
Anschliessend fahren wir zu einen Bauern. Hier bekommen wir die Opiumzeremonie erklärt, welche bei Festen zelebriert wird. Auf der Weiterfahrt, dürfen wir beim Training von Tanzpferden zusehen. War sehr interesant.
Danach fahren wir auf eine Anhöhe. Hier steht auch ein schöner Tempel. Der Blick über die Steppe ist herrlich.
Als dann die Sonne untergeht wird es richtig kitschig!
Beim Finster werden kommen wir zurück zum Hotel. Beim Abendessen lernen wir dann noch den Besitzer des Palastes, den Maharajah kennen!
Wir fahren weiter zur heiligen Stadt Pushkar. Nach Benares ist es die heiligste Stadt in Indien. Hier wird alle Jahre im November ein zweiwöchiges Fest gefeiert. Da gibt einen Viehmarkt mit über 10000 Tieren, und es tummeln sich einige hunderttausend Menschen in der kleinen Stadt!
Jetzt Ende Jänner ist hier nicht viel los. Aber dafür sicht man was von der Stadt. Sie liegt um einen sehr kleinen See. Wenn in Indien jemand stirbt, so wird ein Teil seiner Asche in den Ganges gestreut, und ein Teil hier in den See! Das heilige Wasser wird dann mit nach Hause genommen.
Wir machen Heute Nachmittag Pause, einwenig in der Sonne liegen und faulenzen. Morgen haben wir dann volles Programm.
Gut ausgeschlafen geht es los. In der Nähe ist ein grosses Schulfest, da dürfen wir uns unter die Gäste mischen. Es gibt Gesng und Tänze von den Schülern. Sehr nett! Doch dann ein Stromausfall! So - das wars, Fest beendet!  Wir fahren weiter zur Stadt. Am Rand der Stadt besuchen wir eine Rosenfarm. Hier wird wertvolles Rosenwasser hergestellt. Nach dem Mittagessen geht es ins Zentrum zum Brama Tempel! Er ist das größte Heiligtum Indiens. Ich hole mir den Segen eines Heiligen im Tempel bevor es zum See geht. Hier kann man die Leute beim Aschestreuen und Baden beobachten. In den Tempeln der Stadt daf man nicht fotografieren!
Nach einem ausgiebigen Rundgang werden noch die heiligen Kühe gefüttert, dann geht es zurück ins Hotel.
Nach 3 Stunden Fahrt sind wir am nächsten Tag in Jaipur - der rosaroten Stadt!
Mittlerweile ist das Wetter super, angenehm warm und sonnig! Wir checken im Hotel ein und fahren dann vorbei am Palast der Winde in die alte Stadt. Sie vollkommen von einer Stadtmauer umgeben. Im Zentrum besuchen wir eine Teppichmanufakur. Danach geht es durch die Stadt, vorbei an diversen Palästen,der Verbrennungsstätte der Maharajahs zu einem Hindu Tempel aus weissem Marmor. Ein imposanter Tempel im Licht der untergehenden Sonne!
Anschliessend fahren wir zurück zum Hotel.
Heute ist 8h Abfahrt zum Palast der Winde. In der Morgensonne erstrahlt er in einem tiefen Rot!
Danach geht es 15km in die Berge, zum "Amber Fort". Ein eindrucksvoller Palast auf einem Bergkamm errichtet. Vom kleinen See im Tal startet eine endlose Elefantenkarawane mit Touristen zum Fort. Wir haben nicht so viel Zeit, so werden wir mit Jeeps zum Palast gekarrt.
Es ist der Palast in seiner Gesamterscheinung ein tolles Gebäude mit wunderschönen Innenhöfen, leider sind die Räume sehr dürftig ausgestattet, oder gar nicht zu besichtigen! Trotzdem, man muss es gesehen haben!
Mit den Jeeps geht es wieder hinunter zum Bus, und zurück Richtung Jaipur. Auf halber Strecke machen wir einen Fotos Stopp an einem See. Im See steht der Sommerpalast des Maharajahs! Er ist sicher jedem aus dem James Bond Film bekannt! Es ist nur ein Foto Motiv, innen besichtigen kann man das Gebäude nicht. So fahren wir weiter nach Jaipur. hier wird ein großer Juwelierladen besucht. Es gibt schöne Sachen, aber nicht für uns! 
Nach der Mittagspause fahren wir zum Stadt Palast mit dem "Jantor Mantar" - dem größten gemauerten Sterne Observatorium der Welt! Beides ist sehr interesant und schön anzusehen.
Am Weg zurück ins Hotel, steigen wir mit zwei anderen Paaren bei einem Optiker aus. es soll in Indien zuper günstige Brillen geben! Das wollen wir wissen!! Es stimmt! Wir bekommen eine Gleitsichtbrille mit Polaroid und moderner Fassung um 190 Euro!! Das ganze binnen 24 Stunden. Ist doch voll super!!
Nächsten Tag machen wir ohne der Gruppe die Stadt unsicher. Ein Münchner Paar begleitet uns. Mit dem Tuck -Tuck fahren wir ins Zentrum bis zum Palast der Winde. Von dort geht es durch die engen Gassen der Altstadt. Eine spannende und schöne Sache. Angst braucht man überhaupt keine haben. Die Menschen sind allesamt sehr freundlich und offen! Nach ein paar Stunden sind wir müde und wollen zurück! Die Tuck-Tuckfahrer können die meisten weder englisch noch lesen.
Eine Pferdedroschke bringt uns dann schlußendlich zurück zum Hotel. Es war eine absolt amüsante Fahrt durch Jaipur! Wer ist schon mit einer Kutsche im Verkehrsgewühl durch die Stadt unterwegs. Wir haben es genossen. Später machen wir noch einen rundgang in der Gegend ums Hotel. Vor dem Hotel hat sich eine kleine Blasmusik versammelt. Sie holen den Bräutigam für eine Hochzeit mit toll geschmücktem Pferd und höllischem Lärm (Musik kann man das nicht nennen!) ab. Er reitet in ein anderes Hotel zu seiner Braut und zur Hochzeitzeremonie! Nächsten morgen sehen wir Ihn dann mit seiner Braut in unser Hotel kommen!
Wir aber erkunden noch die Gegend ums Hotel. Es schon eine sehr andere Welt dieses Indien. Das Leben spielt sich sehr auf der Strasse ab, und die Menschen sind zum grossen Teil denke ich doch sehr arm! Die "Kasten" sind nach wie vor dominant! Trotzdem hat man das Gefühl alle sind mit ihrem Los irgendwie zufrieden!
Ein neuer Tag - wir fahren weiter nach Bharatpur. Der Weg führt wieder durch grüne Wiesen und Dörfer. Es ist sehr dunstig. Dadurch sieht aber alles viel schöner und ein wenig mystisch aus!
Gegen Mittag sind wir im neuen Hotel einchecken - dann geht es zum Nationalpark "Keo Ladeo". Hier steigen wir auf Fahrrad Rikschas um, und verb2ringen den Nachmittag in dem sehr schönen Vogelschutzpark. Wir bekommen unzählige Tiers zu Gesicht. Von Affen über Leguane Papageien bis zu Kojoten. 
Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg Richtung Agra.
Nach einer Stunde Fahrt gibt es einen Stopp beim "Jodhabou's Palace". Es war die erste Mogulen Festung des Kaisers Akhbar im 12.Jh. Es ist eine super schöne Anlage!! Hat uns unheimlich gut gefallen.
Anschliessend ging die Fahrt weiter, schöne Landschften und schmutzige Dörfer wechseln sich ab. Am Nachmittag erreichen wir Agra. Es ist eine Stadt mit 1,2Mio. Einwohnern und dem Wahrzeichen Indien - dem Taj Mahal. Dem größten Grabmal der Erde!
Vom Parkplatz in der Nähe kommt man mit Elektrobussen zum Eingang. Tausende Menschen drängen in die Anlage. Im Grabmal selbst, stehen nur zwei schön verzierte leere Särge! Aber die Inder stehen eine gute Stunde an, um da hinein zu kommen. Wir müssen viel bezahlen, dafür dürfen wir durch einen anderen Eingang direkt hinein! Innen das haut einen nicht um. aber die gesamte Anlage mit den vielen Menschen ist schon etwas besonderes!! Mit den tollen Eindrücken kommen wir in das Hotel zurück.
Unser letzer Rundreisetag ist angebrochen. Am Morgen fahren wir zum "Agra Fort". Dei rote Festung - ein riesiger Palast der letzten beiden Mogulen Herrscher. Ca. 20% der gesamten Anlage kann man besichtigen. Der Rest ist vom Militär genutzt.
Der ältere Teil des Palastes ist aus rotem Sandstein erbaut. Der neue Teil aus weissem Marmor. Es ist eine beeindruckende Anlage. Im neuen Teil waren die Decken und Wände meist mit Gold verkleidet. Dieses, sowie die Einrichtung haben die Engländer bei ihrem Abzug 1950 alles mitgenommen. Auch den berühmten Pfauenthron - welcher nun in London im Tower zu bewundern ist. Der Star von Indien - ein riesiger Diamant am Pfauenthron ziert nun die Krone der Queen! 3 Stunden haben wir zur Besichtigung dieser 20% benötigt. Es war echt toll! 
Danach machen wir uns auf den Weg nach Delhi. 190 km sind es. Dafür benötigen wir 6 Stunden! zuerst gibt es noch Wiesen und Äcker zwischen den Dörfern. Dann verschmelzen Sie mit der Stadt. Die Slums dann, am Rande von Delhi sind eigentlich erschreckend. Es stimmt traurig, daß Menschen so leben müssen!! Ich glaube aber, dass die Leute durch ihren Glauben als Hindus, mit der Wiedergeburt in ein besseres Leben dieses triste Dasein leichter ertragen lässt!
Wir haben noch eine Pause in unserem ersten Hotel vor uns, denn das Flugzeug startet erst umd 3h30 am Morgen Richtung Frankfurt!

Rückblickend möchte ich sagen, es war eine sehr schöne Reise mit doch einem kleinen Einblick in das Leben und die Kultur von Indien. Dazu hat sicher auch das gute Fachwissen und die Pointen aus dem eigenem Leben unseres Reiseleiters Singh beigetragen.

 

 

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